Wie Sie aktiv navigieren und auf Kurs bleiben

Die Welt kommt nicht zur Ruhe und die globale Sicherheitslage hat sich durch den Irankrieg seit Ende Februar nochmals verschärft. Dies verursacht neben unsagbarem menschlichem Leid auch erhebliche ökonomische Verwerfungen. Gestörte Lieferketten, steigende Energiepreise und ein merkliches Anziehen der Inflation zählen zu den spürbarsten Folgen. Hinzu kommen die anhaltenden Unsicherheiten im Hinblick auf die Zollpolitik der US-Administration.

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Weißer Leuchtturm in schwerer See bei sonnigem Wetter.

An den Kapitalmärkten haben diese Entwicklungen deutliche Spuren hinterlassen. Aktienkurse schwankten stark, Renditen von Staatsanleihen zogen an und die Energiepreise stiegen kräftig, während der Goldpreis zeitweise deutlich nachgab. In dieser Gemengelage sind Marktteilnehmer zunehmend verunsichert. Viele unserer Kundinnen und Kunden fragen mich völlig zu Recht: „Mit welchen Entwicklungen ist in den kommenden Monaten zu rechnen?“ und: „Wie kann ich jetzt mein Vermögen langfristig robust anlegen?“

Womit wir für dieses Jahr rechnen

  • Energiepreise: Grundsätzlich rechne ich mit einer allmählichen Normalisierung der Lieferketten für Rohöl, Erdgas und andere wichtige Energieträger – vor allem, wenn die Verhandlungen zwischen Iran und den USA zum Erfolg führen. Eine vollständige Erholung ist vor Jahresende 2026 zwar nicht zu erwarten, die aktuellen Preishöchststände sollten dann aber der Vergangenheit angehören.
  • Konjunktur: In den USA könnte sich das Wachstum auf Jahressicht moderat abschwächen. In der Eurozone dürfte die Verlangsamung etwas stärker ausfallen – ohne allerdings in eine Rezession abzurutschen. Es sei denn, die Lage rund um die Straße von Hormus eskaliert.
  • Inflation: Die geopolitischen Unsicherheiten bleiben hoch, ebenso die Risiken einer weiter steigenden Inflation. Was ich für Europa und für die USA erwarte und wie Notenbanken reagieren könnten, erläutere ich in meinem aktuellen Video .

Was Anleger jetzt tun können: investiert bleiben

An unserer grundsätzlichen Einschätzung aus unserem Mitte Dezember 2025 veröffentlichten Jahresausblick für 2026 hat sich wenig geändert: Anleger sollten ihre Investmentstrategie dynamisch an veränderte Rahmenbedingungen anpassen, aber grundsätzlich investiert bleiben. Denn die Schwankungen sind in beide Richtungen hoch und das Warten auf den perfekten (Wieder-)Einstiegszeitpunkt kostet meist Rendite, weil die Tage mit den größten Kurssprüngen nach oben in der Regel verpasst werden.

Dabei gilt mehr denn je ein weiterer Leitsatz aus unserem Jahresausblick: „Disziplin schlägt Drama.“ Das heißt, nicht jedem vermeintlichen Trend folgen, sondern nach fundamentalen Kriterien breit diversifiziert investieren – über alle Anlageklassen hinweg.

  • Aktien: Wir favorisieren derzeit die USA mit Fokus auf Sektoren wie Versorger oder Energie. Zyklische Werte gewichten wir unter.
  • Renten: Wir setzen auf Staatsanleihen bester Bonität (zum Beispiel US Treasuries und Bunds) sowie Unternehmensanleihen mit Investment-Grade-Rating.
  • Gold: Wir sehen weiterhin Preispotenzial, betonen aber die Funktion als Absicherung innerhalb des Portfolio-Risikomanagements.

Was Anleger vermeiden sollten – typische Fehler

Märkte und Rahmenbedingungen können sich schnell verändern. Eine reine „Kaufen-und-Halten“-Strategie erscheint daher weniger ratsam als ein aktives Portfoliomanagement. Dabei ist jedoch Vorsicht geboten: Insbesondere bei vermeintlich hohem Handlungsdruck können Anlegern klassische Investmentfehler unterlaufen, wie sie die verhaltensorientierte Finanzmarkttheorie (engl.: Behavioral Finance) beschreibt. Dazu gehören unter anderem:

Um solche Fehler zu vermeiden, ist es entscheidend, seinen eigenen langfristigen Risikopräferenzen und seinem zeitlichen Investmenthorizont zu vertrauen. Das aktuelle, mitunter sehr kurzlebige Marktgeschehen sollte darauf keinen Einfluss haben. Dann können bewährte Anlagestrategien helfen, das Portfolio auch in volatilen Zeiten auf Kurs zu halten. Oder Sie entscheiden sich für unsere Vermögensverwaltung: Sie bietet einen disziplinierten Investmentprozess mit integriertem Risikomanagement aus einer Hand – Sie definieren Ihre Risikoneigung, wir übernehmen den Rest.

Dr. Ulrich Stephan
Chefanlagestratege für Deutschland

Redaktionsschluss: 15. April 2026, 12 Uhr

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Jede Geldanlage ist mit Risiken verbunden. Es gibt keine Garantie und Marktschwankungen können zu Verlusten bis hin zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen. Über die speziellen Risiken eines Wertpapierprodukts informieren die gesetzlich vorgeschriebenen Verkaufsunterlagen. Wertentwicklungen in der Vergangenheit und Prognosen sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung. Sofern es in diesem Dokument nicht anders gekennzeichnet ist, geben alle Meinungsaussagen die aktuelle Einschätzung der Deutschen Bank wieder, die sich jederzeit ohne Vorankündigung ändern kann.

Soweit in dieser Marketinginformation von Deutsche Bank die Rede ist, bezieht sich dies auf die Deutsche Bank AG, Taunusanlage 12, 60325 Frankfurt, Deutschland.

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